Bergmannsverein General Blumenthal
Wenn der Bergmann nicht gewesen wär‘
Wer tief unter der Erde vom Unglück bedroht,
Erringen muss mühsam sein tägliches Brot,
Wer Erz und Gestein mit eisernem Mut
Und Kohle, die tausende Jahre geruht
Der Erde entreißt mit kräftiger Hand
Das ist der Bergmann im schlichten Gewand.
Der Bergmann in seiner Kluft, einfach und schlicht
Geht still durch das Leben, man achtet ihn nicht.
Tief unten in der Grube, da kämpft er mit Not,
gräbt mühsam Schächte und knapp ist sein Brot.
Doch blickt er vertrauend zum Himmel hinauf
Und ruft aus der Grube voll Hoffnung „Glück-Auf“.
Der Bergmann gräbt sein Gold aus der Erde heraus,
es macht eine Krone der Goldschmied daraus.
Die Krone setzt der König aufs Haupt sich im Glanz
Und den Bergmann, den armen, vergisst man wohl ganz?
Wo hätte der König die Krone denn her,
wenn tief in der Grube der Bergmann nicht gewesen wär?
Der Fürst an der Tafel, der Bettler in Not,
die Brauchen zum Leben das tägliche Brot.
Ums tägliche Brot fleht der Herrgott die Welt,
das Brot wär kein Brot, wenn das Salz dazu fehlt!
Wo hätte der Mensch das Salz denn her,
wenn tief in der Grube der Bergmann nicht gewesen wär.
Es durchbraust die Welt der menschliche Geist,
manch Werk wird auch heut noch mit Kohle gespeist-
die Steinkohle, schwarz wie unser Gewand,
wer schafft sie zu Tage mit kräftiger Hand?
Wo hätte der Mensch die Wunderkraft her,
wenn tief unter Tage der Bergmann nicht gewesen wär?
Darum halten wir Bergleut‘ unseren Stand
Und reichen uns einander wie Brüder die Hand.
Und drückt uns die Schließung die Augen zu,
dann verbinden wir Kameradschaft und Tradition im Nu,
und in Zukunft behält so der Pott den Bergmann auch,
und die heilige Barbara ruft: Ihr Bergleut‘ „Glück-Auf“.

Autor: Vers 1- 5  unbekannt
Vers 6:    Michael Steins,
               Bergmannsverein General Blumenthal

Copyright © 2000 by Helmut Müller